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Ob es anderen wohl auch so geht, fragt man sich, wenn man am Abgrund steht.

Wenn der innere Chef rumschreit, man sei faul und wohl nicht ganz gescheit.

Wenn ein Vorfall, über den man sonst lacht, eine Lebenskrise entfacht.

Wenn man gar nicht so viele Tränen hat, wie man weinen will. Und nicht so viel Wein, wie man trinken kann.

Wenn man so regelmäßig verspannt ist, wie man zur Massage geht. Und man sich selbst im Weg steht.

Wenn der innere Boss rummault und einen Druck aufbaut, als müsse man nackt vom Zehnmeterbrett in ein Haifischbecken springen. Dabei muss man sich nur selbst bezwingen.

Und dann hat man es geschafft und das Werk ist vollbracht.

Das ist die Ruhe nach dem Sturm, sagen die alten Hasen und legen sich auf den Rasen.

Das tropfnasse Bündel richtet sich auf und findet seinen Weg hinaus. Von jetzt an allein weiter, klettert es hoch die Leiter.

Und wie nach einer Geburt leistet man den Schwur. Sagt sich, nie wieder, und tut es dann doch wieder.

Da sitzt sie vor dem leeren Papier und fühlt sich provoziert.

Und was macht sie dann? Sie packt es an und schreibt den zweiten Roman.